Artikel aus den Jahren

Eltern nicht gefragt
Lehrerstreik gegen Elternrechte


Normaler Schulmorgen. Keine Zeichen von Streik
Gestern haben mehrere Lehrer staatlicher Schulen gestreikt. Zu ihren Demonstrationen in verschiedenen Städten der Comunidad Valenciana sollen sie auch Schüler aufgefordert haben, wie einige Presseberichte nahelegen. Wie immer gehen die Zahlen bezüglich der Teilnahme am Streik weit auseinander. Sie reichen von 20% bis 68%.

Dieser Streik kam für viele Eltern überraschend. Ich erfuhr davon durch eine Info eines Lesers meines Blogs und am Vorabend durch einige Gespräche mit Eltern beim örtlichen Jugend-Fußball-Training. So erlebte ich gestern morgen am Schuleingang in Jávea einige Eltern, die völlig ahnungslos bezüglich des Streiks waren. Auch die Eltern meiner Enkel hatten keine Notiz bekommen. An keiner Schule Jáveas war irgendwie erkennbar, zum Beispiel durch Transparente, Plakate o.ä., dass es einen Streik gab.

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Geschichtslücken
Indoktrination in Zahlen


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Wer für die Zukunft besser planen will, sollte aus der Geschichte lernen. Geschichte hat immer eine Vorgeschichte. Der zweite Weltkrieg ist eine Folge des Friedensvertrages von Versailles am Ende des ersten Weltkrieges und Versailles wiederum... Die Lücke meines Geschichtsunterrichts bestand darin, dass die Geschichte irgendwann mit Bismarck aufhörte, so wurde während meiner Schulzeit die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus vermieden.

Nachdem eine Petition von 190.000 Petenten aus dem Jahre 2019, die Zulassung zur Universität spanienweit einheitlich zu regeln, ohne Wirkung blieb, hat die Lehrergewerkschaft AMES jetzt einen Artikel über eine Untersuchung der Organisation „Escuela de Todos“1 veröffentlicht, in der die Inhalte der Hochschulaufnahmeprüfungen (EBAU) in den verschiedenen autonomen Gemeinschaften Spaniens verglichen werden. Ich finde das Ergebnis für den Bereich Geschichte äußerst verblüffend und wenn man es betrachtet, kommen einem schon Ideen, was alles an Indoktrination in den Schulen bei solchen Lücken möglich ist.

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El País: Prozeß beerdigt
Katalonienwahl: Bleibt Sprachzwang?


Die katalanischen Sozialisten (PSC), „Ableger“ der PSOE von Pedro Sánchez haben die Wahl gewonnen und die konservativ, neoliberalen Junts von Carles Puigdemont belegen den 2. Platz, sie haben offensichtlich der ERC Stimmen weggenommen. Für die Separatisten bleibt die Erkenntnis, dass es, wie bisher auch, keine Mehrheit für die Unabhängigkeit von Spanien gibt.

Insofern ist dieses Ergebnis zunächst eine Beruhigung für die Fortdauer der spanischen Regierung und der angespannten Situation in Katalonien selbst. Die Sprachensituation ist jedoch nicht gelöst. In Katalonien gibt es drei Amtssprachen: Spanisch, Katalan und Aranesisch. Die Frage, die uns daher hier beschäftigt, was wird sich in Bezug auf den Sprachzwang ändern?

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Baskenland ist nicht Katalonien
Separatistische Baskenpartei?


Andoni Ortuzar, PNV-Parteivorsitzender
In meinem letzten Artikel vom 25. April habe ich das Wahlergebnis aus dem Baskenland als Anlaß zu verschiedenen Fragen genommen und merkte u.a. dazu an, „obwohl ich mich mit dem Baskenland nicht auskenne, mit Katalonien und Valencia besser.“ Mit einer einfachen Recherche hatte ich in diesem Artikel beide baskischen Siegerparteien als separatistisch bezeichnet. Das hat eine harte Kritik hervorgerufen.

Deshalb zitiere ich hier einen Leserbrief, den ich dazu erhalten habe. Ich überlasse es dem Leser, die Frage der separatistischen Charakteristik der betroffenen baskischen Partei PNV zu beurteilen. Diese Frage ist für die im Artikel geäußerten Fragen selbst völlig unwichtig, ich möchte aber nicht den Eindruck erwecken, ich würde mit falschen oder ungenügend recherchierten Behauptungen arbeiten.

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Separatismus und Geopolitik
Links, Rechts, Regionalismus, Nationalismus, Globalismus


Am letzten Wochenende waren Wahlen im Baskenland. Gewonnen haben die beiden separatistischen Parteien PNV und Bildu. „Historischer Erfolg für Linke“ schreibt die Plattform „nd Journalismus von links“ und die eher bürgerlichen „Costa-Nachrichten“ unterscheiden bei den separatistischen Baskenparteien „zwischen den gemäßigten Nationalisten der PNV 35,2%) und der nationalistischen Linkspartei EH Bildu (32,5%).“ Bildu gewann 6 Mandate, während die PNV 4 Mandate verlor.

Angesichts der Bezeichnungen „Linke“, „nationalistische Linkspartei“, „gemäßigten Nationalisten“ usw. stellen sich mir da doch einige Fragen hinsichtlich der Zuordnung in Zeiten erkennbar wachsender Bedeutung globaler Geopolitik. Das betrifft ja nicht nur das Baskenland, sondern alle spanischen autonomen Regionen mit separatistischen Kräften. Ich habe diese Fragen mal aufgeschrieben, obwohl ich mich mit dem Baskenland nicht auskenne, mit Katalonien und Valencia besser.

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Missachtung des Volkswillen bis in den Wahnsinn
Sprachzwang, Separatismus und Demokratie


Wir sind Valencianer! Wir sind Spanier!
NEIN zu katalanischen Ländern!
Drei Schlagzeilen der letzten Woche beleuchten das Verhältnis von Sprachzwang, Separatismus und Demokratie in Spanien.

„Eine Kampagne der katalanischen Regierung fordert Kinderärzte auf, Kinder nicht auf Spanisch zu behandeln“ (ABC.es).
Mazón (Valenicanischer Regierungschef): „Dieser Traum der Països Catalans, ..., hat nicht existiert, existiert nicht und wird nicht existieren. Ich bin derjenige, der eine weitere Verachtung der Comunidad Valenciana durch den katalanischen Separatismus nicht tolerieren wird. Ich werde das niemals dulden.“ (elperiodic.com)
„Befürworter der spanischen Sprache und Pancatalanisten kritisieren das neue valencianische Bildungsgesetz“ (autonomico.elconfidencialdigital.com)

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PP mit grünen Nationalisten in einem Boot
Volksinitiative (ILP) gescheitert


Gloria Lago, Präsidentin von „Hablamos Español“,
spricht vor den Cortes Valencianas
Vorgestern, nach zwei Jahren, endlich durfte im valencianischen Parlament über die Volksinitiative (ILP), die die Rechte der Valencianer auf die Anwendung Ihrer Muttersprachen respektiert , debattiert und abgestimmt werden.

Im März 2022 hatte die Organisation „Hablamos Español“ mit über 40.000 Unterschriften (vier Mal mehr als notwendig) diese Volksinitiative eingereicht. Damit war das valencianische Parlament gezwungen, über das darin vorgeschlagene Gesetz zu debattieren und zu entschließen.

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Sprachzwang als Mittel der Politik
Die Politisierung der Sprache


Beschreibung von Kiew auf google in Englisch und Russisch
In meinem Blog konzentriere ich mich auf die Opposition gegen separatistische Kräfte in Spanien und die Sprachenpolitik all derer, die diesem Ziel des „Teile und Herrsche“ dienen. Politiker aller Couleur denken überhaupt nicht daran, dem Willen der Wähler zu folgen, wie zuletzt in der Provinz Valencia bewiesen, wo die beiden konservativen Wahlgewinner, die PP und VOX, ihre Versprechen am Tag der Amtsübernahmne brachen1, für die Freiheit der Wahl der Sprachen zu sorgen.

Blicke über den spanischen Tellerrand zeigen, dass das gleiche Prinzip auch in Deutschland herrscht, wo Bundes- und Landesregierungen ihren woken Gendersprachzwang gegen den Willen der überwältigenden Mehrheit der Deutschen durchsetzen wollen. Diese Versuche der ideologischen Umerziehung wurden jetzt „durch ein sprachliches Geschenk“ erweitert, wie die tagesschau.de am 24. Februar formulierte. Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock habe „eine kleine Änderung im deutsche Sprachgebrauch“ verfügt. „Wir haben das vollzogen, was längst überfällig war: die Schreibweise Eurer Hauptstadt in der ukrainischen Sprache.“ In Zukunft sollen wir Kyjiw statt Kiew schreiben.

Prof. Dr. Werner Müller, ein deutscher Betriebswirtschaftler, der sowohl Platt als auch Spanisch und Russisch spricht, macht sich nicht nur lesenwerte Gedanken über die Sprachen in „Norddeutschland, Katalonien und der Ukraine“.2 Für ihn hat die Umbenennung in „Kyjiw“ ein gewisses amerikanisches Geschmäckle.

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UNESCO Gedenktag auf Antrag Bangla Deshs
Internationaler Tag der Muttersprache


Die genaue Anzahl der 1952 bei dieser Demonstration in Bangla Desh Getöteten ist nicht bekannt. Die (damals noch) in Pakistan sitzende Regierung hatte beschlossen, nur noch Urdu als Amtssprache zuzulassen. Nicht viel als bei der Niederschlagung des Aufstandes von Südafrikanern in Soweto, bei der vermutlich über 700 Menschen getötet wurden. Wieviele Ukrainer evt. ums Leben kamen, weil dort Russenhass und ein Verbot aller nicht ukrainischen Sprachen (Russisch, Rumänisch, Ungarisch) herrscht, weiß man ebenfalls nicht. Man weiß aber, dass der ukrainische Sprachenzwang ein Mitauslöser für die Situation ist, der wir täglich in den Nachrichten vom Krieg begegnen.

Diese Umstände sind selbstverständlich in Spanien längst nicht so dramatisch. Aber doch ein Grund, den Gedenktag am 21. Februar zum Anlaß für einige Gedanken zur Situation in Spanien zu nehmen. Sprachzwang erzeugt Hass und im Endeffekt Gewalt. Umso unverständlicher, dass spanische Politiker jeglicher Couleur, ob extrem spanisch nationalistisch oder extrem regional nationalistisch, immer noch vielen Eltern das Recht auf die Wahl der Unterrichtssprache für ihre Kinder nehmen. Die Organisation Hablamos Español hat einige Stimmen von Betroffenen veröffentlicht.

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Wie befürchtet
Keine grundlegende Änderung der Sprachenpolitik


Soeben erreicht mich eine Nachricht der Organisation Hablamos Español mit der Überschrift: „Die sprachlichen Änderungen des valencianischen Bildungsministeriums erscheinen uns lauwarm und diskriminieren viele spanischsprachige Familien.“

Leider ist diese Botschaft nicht überraschend und Leser dieses Blogs haben schon frühzeitig erfahren, dass die konservativen Parteien Spaniens ihre Versprechungen bezüglich der Sprachenpolitik nicht halten werden.

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Sprachenpolitik der valencianischen PP
Angst machen und spalten


„Nehmen Sie Ihren Kindern in Valencia nicht die kulturellen und beruflichen Möglichkeiten“: Druck auf Familien, sich nicht für Spanisch zu entscheiden, so urteilte ABC.es zum neuen Jahr und zitiert einen Lehrer: „Ich persönlich finde es eine Schande, Ihren Kindern Integrations- und Kulturchancen in der zweisprachigen valencianischen Gesellschaft und natürlich auch Arbeitsmöglichkeiten zu nehmen.“

Der valencianische Präsidente Carlos Mazón hingegen will nur einen Teil der Valencianer vom Sprachzwang befreien und beseitigt nur: „...in spanischsprachigen Gebieten (die Verpflichtung) Valenciano zu lernen“

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Ein Buch das u.a. enthüllt:
Sprachdiktat in Katalonien und Valencia
Was sagen die Verfassungen?
Migration als Ursache?
Indoktrination und Korruption

Die Papierversion ist jetzt im Verkauf
Costa Blanca Nachrichten oder
direkt beim Autor

Schnelleinführung in den Katalonienkonflikt

Aus einem Artikel, den ich für kenfm.de im Okober 2019 schrieb zum Artikel auf kenfm.de

Sprachen in Spanien
Spanisch, Baskisch, Katalan, Mallorquin, Valenciano etc.

Mythen und Täuschungen des katalanischen Nationalismus

Peredo Alvaro hat auf der homepage "piratas&emperadores" die Mythen und Täuschungen der katalanischen Nationalisten aufgedeckt.

Hier finden Sie die Übersetzung

Die Strategie der Rekatalanisierung

1980 veröffentlichte "El Periodico" ein geheimes Strategiepapier der katalanischen Regierung. Es zeigt in erschreckender Weise die tatsächliche Geisteswelt der separatistischen Führer auf

Jetzt liegt es in deutscher Übersetzung vor

Pankatalanismus
Kataloniens imperialer Anspruch

Die katalanische Regierung exportiert den Konflikt, in dem sie in den anderen Gemeinschaften, in den Katalanen leben, alle Bestrebungen zur Zerstörung Spaniens unterstützt.
Ein wichtiges Instrument ist dabei die Errichtung einer Sprachdiktatur, die sich nicht scheut, die gleichen Mittel wie Franco einzusetzen.

Separatistische Indoktrination

Die Lehrergewerkschaft AMES veröffentlichte 2017 eine Untersuchung über Schulbücher, wie sie in Spanien und in Katalonien zum gleichen Thema erschienen. In dieser Untersuchung wird die Indoktrination deutlich, wie sie von den Separatisten betrieben wird. Sie ist jetzt auf Deutsch übersetzt

zur Untersuchung

Demokratie und Sprachzwang


Ein Aufsatz in 6 Teilen über die potentiell gewaltauslösende Wirkung von Sprachzwang mit Beiträgen aus Südafrika, Katalonien, Ukraine und Frankreich.

zum 1. Teil